Die regelmäßig zu fragenden Fragen, zumindest theoretisch, denn außer Traffic gibts ja kein Feedback ...
Was ist die Lernkartei?Sonst noch Fragen?
Ich stehe fast jederzeit zur Verfügung unter:
webmaster@pilgermanns-lernkartei.de
Die Lernkartei ein ein System, welches sich der gute Herr Sebastian Leitner ausgedacht hat. Ist zwar schon ein bißchen älter, aber da sich an Gehirnen auch nicht so viel getan hat, kann man sie immernoch gut gebrauchen, finde ich zumindest! Sie basiert auf 5 verschieden großen Fächern, in welchen Karten gehören, die auf der Vorderseite eine Frage, einen Lückentext oder das deutsche Wort haben, auf der Rückseite dann halt die Antwort, die Lückenfüller oder das Fremdwort.
Wie installiere ich die Lernkartei?Eigentlich recht einfach:
Sieht sehr kompliziert aus, wenn man sich aber die Beispielsdateien und die Anleitung anschaut, ist es eigentlich recht einfach.
Man kann seine Gliederung natürlich auch ganz anders machen, zB als Fächer die Bücher des BGB nehmen und darein bestimmte Themen oder alle Dateien in ein großes Fach "Jura" oder wie auch immer.
Grundsätzlich fängt man erstmal damit an, Karten aus dem Fach neu in die Kartei zu "wirtschaften", dh man schaut sich die Vorderseite an, überlegt, ob man die Lösung weiß. Falls ja, kommt die Karte ins Fach 2, falls nein ins Fach 1. Passiert beim Computer übrigens automatisch, je nachdem, ob man falsch oder richtig anklickt. Bei der Arbeit mit Vokabeln kann man die sogar eingeben, und er markiert automatisch richtig, wenn man sie richtig geschrieben hat. Ist hier aber egal: Eine ganze Definition oder ein Prüfungsschema wird man kaum komplett richtig eingegeben bekommen ...
Im Laufe der Zeit füllt sich dann das erste Fach (in Wirklichkeit, also wenn die Kartei aus Pappe ist, ist es das zweite, weil man die Karten, die man geschrieben hat, gleich in das erste Pappfach tut) und es gehen keine Karten mehr rein. Das sagt einem das Programm automatisch. Dann muß man die ganzen Karten in das schon etwas größere zweite Fach hinüberarbeiten, dh. auf das 1. Fach klicken, Frage beantworten. Wenn es jetzt richtig war, geht es weiter in das 2. Fach, wenn nicht, kommt die Karte ans Ende des 1. Faches. Wenn man das 1. Fach wieder so halbwegs leer hat, kann man wieder Karten von neu nach 1 bearbeiten.
Irgendwann wird dann auch mal das 2. Fach voll, was natürlich ein bißchen länger dauert, weil es ja auch ein wenig größer ist. Dann geht es hier weiter: Karte nehmen, beantworten. Wenn richtig, dann Fach 3, wenn falsch dann Fach 1 (!) ans Ende. Dann muß die Frage nochmal von vorne durchgewalkt werden. Im zweiten, dritten, vierten und fünften Fach soll man übrigens nicht versuchen, gleich alle Karten nochmals durchzuarbeiten, sondern nur 50, wobei es egal ist, ob sie falsch oder richtig beantwortet sind, denn sie wandern ja entweder zurück in Fach 1 oder ein Fach weiter.
Also, da sage ich: Am besten selbst nochmal genau nachlesen.
Trotzdem mal kurz der Versuch eines Umrisses: Das mit dem Lernen ist im allgemeinen nicht so schwer, nur das mit dem Behalten. Deswegen muß man Sachen ja auch immer und immer wieder wiederholen. Im Buch ist ne schöne Grafik drin, wie man so nach und nach (fast) alles wieder vergißt, bis auf ca. 20%. Das Problem ist jetzt, dass ich natürlich die 100% wiederholen kann, 20% aber Zeitverschwendung und vor allem auch langweilig sind. Ein weiteres Problem ist auch, dass ich nicht weiß, welche 20% ich nicht mehr lernen muss. Und da greift die Lernkartei: Wenn ich etwas von anfang an weiß, sehe ich die Frage maximal sechs mal, dann ist sie aus der Kartei draußen, ich sehe sie nie wieder. Weiß ich sie nicht, wird sie erstmal permantent in Fach 1 wiederholt, bis ich es weiss. Dann geht sie auf Fach 2 und man hat Zeit, sie zu vergessen, weil ja erstmal ein wenig Zeit vergeht (laut Buch sollen es 2 oder 3 Tage sein, das hängt natürlich von der Lerngeschwindigkeit ab.) Wenn man sie tatsächlich wieder vergessen hat, geht sie nochmal in Fach 1 und wird nochmal richtig gepaukt, geht aber meistens schon erheblich schneller als beim ersten mal. Ansonsten: Fach 3, wo sie noch länger in Vergessenheit geraten kann ...
Das "königliche Fach" ist dann Fach 5, wo man erst nach Wochen hinkommt, und wenn man die Lösung dann immernoch weiß, dann kann man davon ausgehen, dass man diese Lösung "für immer" behält, und man hat Ruhe von dieser Karte. So, das war der Umriss und nochmal: Lest das Buch!
Das Problem habe ich auch für zentral gehalten. Fakt sit ja, dass es in den Rechtswissenschaft kein richtig und kein falsch gibt, sondern fast alles vertretbar ist und eine solche Kartei dieses nicht berücksichtigen kann.
Das ist im gewissen Rahmen auch richtig, aber:
Mal vorweg: Die Kartei ist kein Stand-Alone-System! Man sollte sich nebenbei insbesondere mit der Falllösung beschäftigen. Fälle gibts übrigens reichlich in den juristischen Ausbildungszeitschriften sowie in speziellen Büchern im Seminar. Das Urteile-Lesen und AGen sind auch wichtig. Aber um es zu behalten, empfiehlt es sich, die Ergebnisse der Falllösung oder die Lösung von Problemen der Rspr. mit in die Kartei einzuarbeiten, womit die Kartei "organisch" wächst, hinten was verliert, vorne was dazukommt.
Das zentrale Problem an den vorliegenden Karten ist natürlich, dass es meine persönlichen sind. Beim ersten Durcharbeiten würde ich empfehlen, schonmal ein paar passende Lehrbücher zur Hand zu haben, um entweder einfach mal schnell die Antworten auf die Fragen nachzuschlagen oder auch Karten nach einigenem Geschmack zu verändern, falls einem die Lösung nicht so recht passt. Zudem kann ich nicht für Aktualität garantieren, gerade hinsichtlich der anstehenden Schuldrechtsreform. In jedem Fall sollte es das Ziel anfangs sein, die Antworten auf den Karten auch irgendwann schonmal gelesen zu haben. Beim zweiten Durchgang erübrigt sich das Buch dann schon.
Ganz einfach: Hier!